CF-Therapie
Die cystic fibrosis (CF) ist auch bekannt unter Mukoviszidose. Ein zäher (visköser) Schleim (mukos) verstopft die Drüsengänge folgender Organe: Nasennebenhöhlen, Lunge, Pankreas, Darm, Leber, ductus deferenz, Schweißdrüsen.

Die Vererbung erfolgt autosomal-rezessiv.

Die Diagnosekriterien sind:
  Beteiligung der Atemwege ( chronische Pneumonie) Beteiligung des Verdauungstraktes ( Durchfälle, Dystrophie, Mekoniumileus) Schweißtest pathologisch Genetische Untersuchung
Die drei großen Säulen der Therapie sind
  1. Medikation ( Antibiotikatherapie, Pankreastherapie)
2. Ernährungstherapie ( erhöhte Kalorienzufuhr, Vitamine, Supplementation))
3. Physiotherapie

Zu 3.
Die Physiotherapie konzentriert sich vor allem auf die bronchopulmonale Beeinträchtigung des Brustkorbs, der Wirbelsäule und somit der ganzen Haltung. Thoraxmobilisation, Inhalationstechnik, Autogene Drainage und bei Kindern die Anleitung der Eltern finden sich in jeder Therapiestunde (60 min.) Die Techniken richten sich nach dem Alter der Patienten. Während beim Säugling und Kleinkind die Lagerung, Kontaktatmung, Vibrationen und Schüttelungen einen hohen Anteil haben, verwendet man beim Kindergarten- und Schulkind zunehmend körperliche Aktivität, therapeutische Körperstellungen und Atemübungen. Differenzierte Selbstreinigungstechniken, Anwendung von Atemtherapiegeräten (Flutter, Cornet) und die Modifizierte Autogene Drainage schließen sich mit dem Schulalter an. Auch gezielte Sporttherapie kann Anteil der krankrengymnastischen Behandlung sein. Therapeuten, die diese spezielle Therapie anbieten, haben ein entsprechendes Zertifikat „Atemtherapie bei Mukoviszidose und Asthma“ erlangt.